Was ist das hier?

Tobias Deml in voller Pracht. Damals war er noch Model bei Ralph Lauren.

Willkommen, werte Ritter der Tafelrunde, geehrte  Legastheniker, Zensurbeamte und Schweinderlmastprofessionelle!

Dieser Blog handelt über meine Erfahrung als Student in Los Angeles, USA. Alle paar Tage – oder auch alle paar Jahre – werde ich meine Erlebnisse hier exklusiv dokumentieren. Wer jeden Beitrag von Tag 1 an liest, bekommt am Ende zur Belohnung ein Keks – wer ihn mehrmals ganz durchliest, bekommt mehrere Kekse und eine gratis Einweisung in die Irrenanstalt/Prunkschloss Steinhof in Wien, mit schön beruhigendem Blick auf die sanften Weiden im Schlossgarten.
Wer zum Lesen zu faul ist, kann den Roten Faden lesen, und herausfinden was bisher geschah – sozusagen eine Zusammenfassung des Blogs.

Sie sollten diesen Blog lesen, falls Sie:

  • Von allen guten Geistern verlassen sind und dem Wahnsinn guten Tag sagen
  • Sich für Film interessieren, selbst Filme machen oder mindestens 2TB an geklauten Filmen auf einer Festplatte haben
  • Den Auftrag bekommen haben, mich umzulegen und meine täglichen Aufenthaltsorte ausfindig machen wollen
  • Auf Abenteuer stehen wie auf heisse Weiber, und ihnen wirklich keine Ungereimtheit zu dumm, kein Kalauer zu trocken und keine asoziale Aufmüpfigkeit zu unlieb ist
  • Unbedingt einmal in die USA ziehen wollen, oder irgendwohin ziehen wollen, und eine Menge Lampenfieber und Unentschlossenheit in Kombination mit Ahnungslosigkeit in sich tragen

Sie sollten diesen Blog keinesfalls konsumieren, wenn Sie:

  • Schwanger sind, dem Kinde zuliebe
  • Brechreiz bei gnadenloser Selbstbeweihräucherung verspüren (in allen Autobiografien gesetzlich vorgeschrieben)
  • Magen-Darm-Probleme haben, und unter Einfluss von unvermeidbarer Lesesucht von U, S, and Toby und im Bann von Filmgeschichten aus L.A. den Gang aufs Klo verpassen und sich deshalb aus Versehen vollscheissen
  • Nach ernsthafen Lösungen für den Weltfrieden suchen

Nun zum ehrenwerten Autor [so ein Schweinderl, Anm.d.Red.]:

Ich heiße Tobias Deml, das ist ein toller Name, sehr edgy

Vielleicht kennen Sie mich oder haben mich schon mal auf der Strasse gehen gesehen. Vielleicht habe ich auch Sie schon einmal getroffen, werter Leser – mein Gedächtnis ist löchrig wie ein vergammelter Schweizer Käse, also kann ich Ihnen da nicht sonderlich weiterhelfen.
Wenn Sie einen etwa zwei Jahrzehnte alten Mann sehen, der nicht-ganz-perfekt gestärkte Hemden, schmuddelige Jeans oder kurze Hosen trägt, dann ist das schon einmal eine gute Spur.
Wenn dieser Mann auch noch krause Haare hat, die nach etwa 10cm Länge einfach nicht weiterwachsen (obwohl der Träger sich eine studentische Schmuddelfrisur wünschen würde um seine eckige Hakennase einzuschatten und generell den richtigen Vibe abzusondern), dann wird es langsam verdächtig.
Hat der Mann einen Mund, bei dem der eine Winkel etwas stärker lächelt als der andere, mit der Absicht, als alter Mann niemals Finster- und Ernsthaftigkeits-Falten um den Mund herum zu bekommen, und ist seine linke Pupille nach schräg unten verschoben?
Der letzte Beweis, um mich zu identifizieren, spielt sich im Verhalten der manuellen Nasalchirurgie ab – dem Nasenbohren.
Wenn jener Mann ununterbrochen am schamlosen Popeln ist, dann können Sie sicher sein, dass ich es bin.

Die Idee und Vorbereitung zu einem Abenteuer in Übersee

Ich absolvierte einen Auslandszivildienst in Los Angeles. Diesem ist ein eigener Blog gewidmet; Mehr darueber gibt es hier zu lesen.
Nach meinem Auslandsdienst stand ich vor der Qual der Wahl, was ich mit meinem Leben tun wollte. Ich war ueberzeugt, beruflich in einer kreativen Branche tätig zu werden. Während meinem Auslandsdienst hatte ich eine Epiphanie – eine Eingebung, die mich ueberzeugte, die Karriere eines Regisseurs anzustreben.
Los Angeles ist die Filmmetropole der westlichen Welt, also wollte ich mein Leben dort fortsetzen. Das “einfachste” Visum in einer wirtschaftlichen Dürreperiode war das Studentenvisum. Ich sah mich zwei Monate lang nach Jobs und Universitäten rund um Los Angeles um.
Nach etwa 40 Tagen fasste ich meinen Entschluss und meldete ich mich beim Santa Monica College an. SMC ist ein “Community College” und teilweise staatlich finanziert – damit ist es für amerikanische Bildungsstandards vergleichsweise billig.
8000$-11.000$ sind die Studienbeiträge für internationale Studenten (abhängig von der Kursanzahl); Kalifornier zahlen nur etwa 800$-1100$ pro Jahr dafür. (Anleitung zum Studium in den USA)

Bekanntermaßen herrscht in den USA ein anderes Bildungssystem; in der High School erwirbt man einen um einiges einfacher zu absolvierenden Abschluss als beispielsweise beim Abitur/Matura. Im Gegenzug bereitet man sich dann zwei Jahre lang auf die “richtige” Universität vor, indem man in einem College studiert. Das Studienfach dieser zwei Jahre ist nicht direkt festgelegt, sondern man wählt frei zwischen etwa 200 verschiedenen Kursen – z.B. Mikrobiologie, Surfen, Bildhauerei, Englische Literatur – und erfüllt seine “General Education”.

Ich wurde im Santa Monica College aufgenommen und bekam meine Unterlagen per Eilpost geschickt, da ich etwas spaet dran war (am Besten bewirbt man sich fuer ein Studium im Ausland direkt nach Geburt, dann gibt es keinen Stress). Mit einer Unmenge Papierkram und einer Visumsgebuehr von insgesamt knapp 230 Euro bepackt, ging ich zur amerikanischen Botschaft in Wien und bekam mein F1-Studentenvisum. So wurde ich offiziell Student in den USA.

 

Und wenn Sie nun wissen wollen, was ich während dieses ausserordentlichen Grossstadtabenteuers gemacht habe und immer noch mache, dann lesen Sie doch den Blog oder den Roten Faden / Was bisher Geschah.

Ein Panoramafoto meines derzeitigen Zimmers - links sehen Sie eine Auswahl meiner Fotografien und 3D-Werke, rechts das ungemachte Bett (die Laken sind in der Wäsche), und ganz rechts ein Haufen Bücher, mit denen ich dank Analphabetismus wenig anfangen kann.

Ein Panoramafoto meines derzeitigen Zimmers - links sehen Sie eine Auswahl meiner Fotografien und 3D-Werke, rechts das ungemachte Bett (die Laken sind in der Wäsche), und ganz rechts ein Haufen Bücher, mit denen ich dank Analphabetismus wenig anfangen kann.

About the Author

Tobias Deml is an Austrian Filmmaker and Visual Artist. 2012 Cinematography Reel: http://vimeo.com/53973421 Tobias Deml ist ein österreichischer Filmstudent und Möchtegernregisseur in Los Angeles. Er arbeitet derzeit als Kameramann in Los Angeles und popelt in seiner Nase.